Gedankengang Witten

Das Projekt Gedankengang Witten im Rahmen von #heimatruhr spielt mit dem Drinnen und Draußen, hinter dem Schaufenster und davor, lässt die Stimmen von Performances live u.a. in der Wiesenstraße hören. „Wir haben versucht so ein bisschen Leichtigkeit in die sehr distanzierte Coronazeit zu bringen und darzustellen, dass auch jetzt mit Abstand Vieles geht und auch Neues, Erstaunliches entstehen kann. Die ausgestellten Kunstwerke, Videoinstallationen und Performances zeigen, welche Bandbreite von Kultur lokal entsteht, zeigen Zusammengehörigkeit und Austausch der kulturellen Akteure und machen aufmerksam auf die aktuelle Lage vieler Kunst- und Kulturschaffenden.“

In der Woche vor Weihnachten sind rund um das Wittener Wiesenviertel immer wieder kleine Überraschungen in Schaufenstern der kulturellen Akteure aufgeploppt. Vor dem Café Leye blieben erstaunte Passanten kurz stehen als eine in Folie eingemummte Person plötzlich aus dem Schaufenster auf die Straße trat (Tabea Gregory). Kafka war unerwarteterweise im Schaufenster des Café Leye (Projektfabrik Witten) zu entdecken. Ein paar Tage später erschien dieser im lokal., dem Projektraum des Wiesenviertel e.V. (Gabriel Schunck). Britta Lennardt vom BriLLe-Theater schaute als Rosie beim weihnachtlichen Backen im in gleißendes weißes Licht getauchtes lokal. vorbei. Im Unikat wurde live gemalt. In der Stadtgalerie sah man die Kulturgesichter  – „Ohne uns ist’s still“ Kampagne, die in der Werkstadt Witten aufgenommen wurde. Im Extrablatt waren Ausschnitte der 2 Meter Kunst Aktion des Wiesenviertel e.V. (Initiator*innen Joscha Denzel, Ronja Gerlach und Gabriel Schunck) im Frühjahr zu sehen, Der raum […] zeigte Installationen des „Kunst*pause“ -Kollektiv in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Witten. Im unikat an der Bahnhofstraße wurde live gemalt und ausgestellt.

Die kulturellen Akteure im Wiesenviertel – lokal., Roxi/Knuts, Raum […], unikat, Projektfabrik, sowie weitere Ladenlokale wurden zu Schaufenstern für Ausstellungen, Kunsthandwerk, performance und mehr. Mitten im Wiesenviertel und darum herum gibt das Projekt in Zeiten des Nichtkontaktes der Kunst eine Bühne, die mit Distanz und Nähe, Heimat und Ferne, drinnen und draußen spielt.

Im Laufe dieses Jahres und unter den aktuellen Bedingungen sind verschiedene Projekte und Aktionen entstanden, die nun in Ausschnitten in Spaziergangsform zu sehen waren. Dazu zählen auch „Kulturgesichter02302“, „2 Meter Kunst“ und „Kunst*pause“. Es performten Gabi Schunck, Edith Sophia Godau, Tabea Gregory, Leonie Mayer und Britta Lennardt. Die Bilder sind von Conrad Magin und Patrick Brehmer. Live-Malerei machten Choko, Aphe und Moritz Maas. Kunsthandwerk wurde ausgestellt von Anna Hürten, Aaron Klute, Hans Peter Klösters, Frau Kwiatkowa und nouranour.

„Gedankengang“ – Knotenpunkt lokal. und Roxi im Wiesenviertel des Wiesenviertel e.V. wird im Rahmen von #heimatruhr vom Ministerium Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW zusammen mit dem european center of creative ecconomy (ecce) und dem Institut für Arbeit und Technik (IAT) gefördert. Das Projekt ist in Kooperation mit vielen Akteur*innen im und um das Wiesenviertel herum entstanden. Mit der Konzeption und Durchführung beauftragt wurde Kata Kern mit dem heimlich laut kollektiv. Instagram: @gedankengang_witten @wiesenviertel @heimlich laut

Alle Fotos: @danaschmidtfotografie, www.danaschmidtfotografie.de